Liegt dein Verdienst im gesetzlichen Rahmen? Mit diesem Tool prüfst du die Einhaltung der aktuellen Vorgaben schnell und präzise.
Die wichtigsten Fakten für 2026
- Gesetzlicher Satz: 13,90 € pro Stunde (gültig seit 01.01.2026).
- Arbeitnehmer: Kontrolliere sofort, ob dein Stundenlohn der Vorgabe entspricht.
- Arbeitgeber: Berechne rechtssicher das verstetigte Monatsgehalt für deine Kalkulation.
- Berechnung: Die Basis bildet der Faktor 4,33 (52 Wochen pro Jahr / 12 Monate).
Hinweis: Eine weitere Erhöhung für das Jahr 2027 ist bereits beschlossen. Einen detaillierten Ausblick dazu findest du direkt unter der Auswertung.
Inhaltsverzeichnis Mindestlohnrechner 2026
Mindestlohnrechner
Prüfe sofort die Einhaltung der gesetzlichen 13,90 € pro Stunde. Gib einfach deinen Lohn und deine Arbeitszeit ein für ein schnelles Ergebnis.
Das Tool berechnet dein verstetigtes Monatsgehalt und prüft die Übereinstimmung mit den aktuellen gesetzlichen Vorgaben.
Wie hoch ist der gesetzliche Mindestlohn 2026?
Seit dem 1. Januar 2026 beträgt der gesetzliche Mindestlohn:
13,90 Euro brutto pro Stunde
Dieser Wert wurde von der Mindestlohnkommission beschlossen und per Rechtsverordnung umgesetzt.
Der Mindestlohn gilt grundsätzlich für nahezu alle Arbeitnehmer in Deutschland. Ausnahmen bestehen unter anderem für bestimmte Praktika oder ehrenamtliche Tätigkeiten.
Mindestlohn 2027: Die nächste Erhöhung ist bereits beschlossen
Ab dem 1. Januar 2027 steigt der gesetzliche Mindestlohn auf:
14,60 Euro brutto pro Stunde
Das ist keine Prognose, sondern eine bereits festgelegte Anpassung auf Grundlage des Beschlusses der Mindestlohnkommission.
Das bedeutet konkret:
- 2026: 13,90 € pro Stunde
- 2027: 14,60 € pro Stunde
Für Arbeitnehmer bedeutet das mehr Bruttoeinkommen.
Für Arbeitgeber steigen entsprechend die Personalkosten.
So funktioniert die Berechnung
Der Rechner arbeitet mit dem sogenannten verstetigten Monatsgehalt.
Die Formel lautet:
Stundenlohn × Wochenstunden × 52 Wochen ÷ 12 Monate
Warum 52 Wochen?
Weil ein Jahr 52 Wochen hat. Durch die Division durch 12 Monate entsteht ein gleichbleibendes Monatsgehalt, auch wenn einzelne Monate unterschiedlich viele Arbeitstage haben.
Beispiel bei 40 Stunden pro Woche im Jahr 2026:
13,90 € × 40 × 52 ÷ 12
= 2.409,33 € brutto pro Monat
Beispiel bei 40 Stunden pro Woche im Jahr 2027:
14,60 € × 40 × 52 ÷ 12
= 2.533,33 € brutto pro Monat
Allein durch die Erhöhung ergibt sich also eine monatliche Steigerung von rund 124 Euro brutto.
Wie hoch ist der Mindestlohn im Jahr gerechnet?
Bei 40 Stunden pro Woche ergibt sich folgendes Jahresbrutto:
2026
13,90 € × 40 × 52
= 28.912 € brutto pro Jahr
2027
14,60 € × 40 × 52
= 30.368 € brutto pro Jahr
Die Erhöhung bringt damit über 1.400 Euro mehr brutto im Jahr.
Typische Fehler bei der Mindestlohnberechnung
In der Praxis passieren immer wieder dieselben Fehler.
Zuschläge werden falsch berücksichtigt
Nicht jeder Zuschlag darf auf den Mindestlohn angerechnet werden. Nachtzuschläge oder Überstundenzuschläge können zusätzlich geschuldet sein.
Überstunden werden nicht korrekt berechnet
Der Mindestlohn muss für jede tatsächlich geleistete Arbeitsstunde gezahlt werden. Wer regelmäßig mehr arbeitet als vertraglich vereinbart, muss diese Stunden ebenfalls mindestens mit dem gesetzlichen Mindestlohn vergütet bekommen.
Minijobs werden falsch kalkuliert
Auch Minijobber haben Anspruch auf den Mindestlohn. Die monatliche Arbeitszeit muss so angepasst werden, dass die gesetzliche Verdienstgrenze nicht überschritten wird.
Was tun, wenn dein Lohn unter dem Mindestlohn liegt?
Zunächst solltest du deine Abrechnung prüfen:
- Stimmen die erfassten Arbeitsstunden?
- Sind Zuschläge korrekt ausgewiesen?
- Wurde der richtige Stundenlohn angesetzt?
Liegt dein effektiver Stundenlohn unter 13,90 Euro im Jahr 2026 oder unter 14,60 Euro ab 2027, besteht ein gesetzlicher Anspruch auf Nachzahlung.
Zuständig für die Kontrolle ist die Finanzkontrolle Schwarzarbeit beim Zoll.
Der Mindestlohn gilt automatisch kraft Gesetzes. Er muss nicht ausdrücklich im Arbeitsvertrag stehen.
Mindestlohn brutto und netto
Der gesetzliche Mindestlohn ist ein Bruttobetrag.
Wie viel davon tatsächlich auf deinem Konto landet, hängt ab von:
- Steuerklasse
- Bundesland
- Krankenversicherung
- Kirchensteuer
- Kinderfreibeträgen
Ein separater Nettolohnrechner wird hier ergänzt, damit du dein tatsächliches Nettogehalt berechnen kannst.
FAQ zum Mindestlohn
Gilt der Mindestlohn für alle Arbeitnehmer?
Für nahezu alle Beschäftigten. Ausnahmen bestehen nur in wenigen gesetzlich geregelten Fällen.
Gilt der Mindestlohn auch bei Krankheit oder Urlaub?
Ja. Auch während Krankheit oder Urlaub darf der gesetzliche Mindestlohn nicht unterschritten werden.
Muss der Mindestlohn im Vertrag stehen?
Nein. Er gilt automatisch aufgrund des Mindestlohngesetzes.
Gesetzliche Grundlage
Die gesetzliche Grundlage bildet das Mindestlohngesetz, insbesondere § 1 MiLoG.
Die konkrete Höhe des Mindestlohns wird auf Grundlage der Empfehlungen der Mindestlohnkommission durch Rechtsverordnung der Bundesregierung festgelegt.
Offizielle Informationen findest du unter anderem beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie auf der Website der Bundesregierung.

